Imkerei

Foto eines Bienenzauns mit vielen Stöcken

 

Wanderimkerei

Seit 2005 arbeiten wir gemeinsam mit unseren Bienen daran Ihnen ein vielfältiges und hochwertiges Produkt anbieten zu können. Dafür wandern wir unsere Bienenvölker im Jahresverlauf in verschiedene Trachten.
Ganz praktisch heißt wandern mit Bienenvölkern, dass wir nach Beendigung des Bienenfluges spätabends die Fluglöcher verschließen. Die Völker werden dann möglichst zügig mit einer Sackkarre auf einen Anhänger und in einen Transporter geladen und auf ihren neuen Standort in die beginnende Blüte gewandert.
Den Winter verbringen unsere Bienen gut gefüttert auf Überwinterungsplätzen 10 km um unsere Imkerei herum.
Im Frühjahr wandern wir mit den Bienen in den Raum Koblenz, wo wir als Bestäubungshelfer in den Kirschplantagen stehen. Dort stehen wir bevorzugt bei Biolandwirten. Mit hoffentlich vollen Kisten geht es ein paar Wochen später nach Hause. In der Imkerei wird der Honig abgeerntet und die Völker werden in die Magdeburger Börde und in unserem Landkreis in den Raps gestellt.
Mitte bis Ende Mai beginnt die Robinie (Akazie) in Brandenburg zu blühen und erneut wandern wir die Völker um. Anfang bis Mitte Juni beginnt die Sommertracht. Dazu zählt die Kornblume in Brandenburg, die Linde in Magdeburg, die Edelkastanie im Schwarzwald, der Waldhonig im Schwarzwald und der Buchweizenhonig bei einem Biolandwirt in Helmstedt.
Da hier einiges gleichzeitig blüht, werden die Völker auf unterschiedliche Plätze gewandert. Die letzte Tracht im Jahr, Einwanderung ist hier im August, ist der aromatische Heidehonig. Diesen ernten wir in Brandenburg und Sachsen Anhalt. In guten ertragreichen Jahren sammeln die Bienen den begehrten Scheibenhonig.
Danach werden die Völker wieder auf die Winterstände hier im Umkreis verteilt.

 

Honigverarbeitung

Frisch geerntet ist jeder Honig erst einmal flüssig. Je nach Sorte wird er früher oder später kristallisieren. Nun beginnt die Kunst des Imkers den natürlichen Kristallisationsprozess zu begleiten. Dies erfordert viel Erfahrung, denn am Ende sollen Sie einen auskristallisierten Honig erhalten, welcher feincremig und streichfähig ist. Hierfür wird der Honig im Rührfass bei optimaler Temperatur mehrfach täglich gerührt. Würde man sich diese Mühe nicht machen und den Honig direkt flüssig ins Glas abfüllen, würde er im Glas grob kristallisieren und hart. Ist der richtige Zeitpunkt gekommen, wird der Honig von uns mit einer Abfüllmaschine ins Glas abgefüllt, etikettiert und ausgeliefert. So befindet sich die gesamte Wertschöpfungskette von der Blüte bis zum Kunden in unserer Hand.
Einzig unserer Akazienhonig ist nur flüssig im Glas zu erhalten, da er durch seinen niedrigen Traubenzuckeranteil sehr langsam bis gar nicht kristallisiert.
Unser Honig wird nach den strengen Qualitätsrichtlinien des Deutschen Imkerbund hergestellt und kontrolliert.

Blick auf unseren Hof

 

Häufig gestellte Fragen

Was macht ein Imker im Winter?

  • Instandsetzungsarbeiten von Rähmchen, Zargen, Böden und anderen Betriebsmitteln
  • alte Waben einschmelzen und neue einlöten
  • Honig abfüllen und etikettieren
  • Kerzen gießen
  • vermehrt Vermarkten
  • Wanderplätze pflegen
  • Büro aufarbeiten

Warum ist Heidehonig so teuer?

Charakteristisch ist für den Heidehonig sein Gehalt an Eiweißstoffen, wodurch er eine geleeartige Konsistenz erhält. Dadurch läuft der Honig beim Schleudern nicht einfach aus der Wabe. Jede Wabe muss vorher mit einer speziellen Stippmaschine bearbeitet werden. Erst danach lässt sich der Honig schleudern. Auch beim Sieben brauchen wir deutlich mehr Zeit. Zusätzlich zu diesem erhöhten Zeitaufwand ist die Erntemenge beim Heidehonig deutlich geringer als bei anderen Trachten.

Kann man von der Imkerei Leben?

Ja, das kann funktionieren, wenn man gewillt ist hart zu arbeiten.

Wieso hat der Honig unterschiedliche Farben?

Die unterschiedlichen Farben, ebenso wie spezifische Inhaltsstoffe, kommen aus der Ursprungspflanze. So ist Buchweizenhonig ganz dunkel und Rapshonig weiß. Auskristallisiert wirkt der Honig heller als er flüssig erscheint, da die Zuckerkristalle das Licht reflektieren.

Ist nur der Honig drin der vorne auf dem Glas steht?

Nein, nicht zu 100%. Um als Sortenhonig bezeichnet zu werden, muss der Honig mindestens 60% dessen enthalten, was auf dem Glas steht. Zusätzlich muss er auch noch sortentypisch schmecken und aussehen. Um da sicher zu sein, lassen wir unseren Honig regelmäßig im Labor untersuchen. Untersucht wird hier etwa die Pollenzusammensetzung, die Zuckerzusammensetzung, die Farbe, die Konsistenz und der Geschmack.
Wie wir beeinflussen, dass die Bienen die jeweilige Sorte sammeln lesen Sie unter Wanderimkerei.

Ist Zucker zugesetzt, wenn ich Kristalle im Honig schmecke?

Jeder Honig kristallisiert früher oder später. Wird er nicht gerührt,kann der Honig grobe Kristalle bilden und steinhart werden. Die Kristalle im Honig sind natürlichen Ursprungs und deuten nicht daraufhin, dass dem Honig Zucker zugesetzt wurde. Siehe auch Honigverarbeitung.

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